Letzte Änderung: 25.08.2025 | globaleyez

 

Die 16 wichtigsten europäischen Länder für den grenzüberschreitenden Handel

 

 

Cross-Border Commerce Europe, eine Organisation, die den grenzüberschreitenden Handel in der EU erforscht und fördert, hat ihren fünften Jahresbericht über die führenden Länder für E-Commerce in Europa veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge führt Luxemburg erneut die Liste an, während Deutschland die besten Online Marktplätze und Webshops bietet.

 

CBCommerce berücksichtigt bei der Erstellung des Rankings sowohl die Meinung der Verbraucher als auch den geschäftlichen Ansatz. Dabei werden vier Hauptparameter untersucht: grenzüberschreitende Online-Verkäufe, Marktanteil, Verbrauchervertrauen und der Anteil grenzüberschreitender Besucher in einem Webshop oder Marktplatz.

 

 

Die besten Länder für e-Commerce in Europa im Jahr 2022

Basierend auf den nach den oben genannten Kriterien gesammelten und analysierten Daten finden Sie hier die Liste der besten europäischen Länder für E-Commerce.

 

  1. Luxemburg
  2. Irland
  3. Österreich
  4. Schweden
  5. Norwegen
  6. Schweiz
  7. Deutschland
  8. Dänemark
  9. Portugal
  10. Belgien
  11. Italien
  12. Finnland
  13. Spanien
  14. Frankreich
  15. Vereinigtes Königreich
  16. Niederlande

 

Luxemburg, Irland und Österreich konnten ihre Spitzenpositionen ein weiteres Jahr lang behaupten, während Schweden, Norwegen, Portugal, Finnland und Deutschland ihre Platzierungen verbessern konnten. Dänemark, Belgien, Italien, Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich sind in der Rangliste zurückgefallen. Die Niederlande bleiben unverändert gegenüber den beiden Vorjahren auf Platz 16.

 

 

Die besten Länder für e-Commerce in Europa im Jahr 2021

Der vierte Jahresbericht von CBCommerce verwendete dieselben Kriterien und erstellte die folgende Rangliste.

 

  1. Luxemburg
  2. Irland
  3. Österreich
  4. Dänemark
  5. Belgien
  6. Schweiz
  7. Schweden
  8. Norwegen
  9. Deutschland
  10. Italien
  11. Spanien
  12. Frankreich
  13. Portugal
  14. Vereinigtes Königreich
  15. Finnland
  16. Niederlande

Lassen Sie uns die interessantesten Ergebnisse des Berichts im Detail betrachten.

 

Luxemburg ist klarer Sieger in Bezug auf den Anteil am grenzüberschreitenden Markt, die Anzahl der Besucher und das Verbrauchervertrauen. Mehrere Faktoren haben wahrscheinlich zum Erfolg des Landes beigetragen, darunter die Tatsache, dass 99% der Bevölkerung Zugang zum Internet haben und über 8% der Menschen häufig online einkaufen.

 

Der größte Verlierer ist das Vereinigte Königreich, das seinen vierten Platz im Jahr 2020 gegen den vierzehnten Platz im Jahr 2021 eingetauscht hat, was zweifellos auf den Brexit und die daraus resultierenden Änderungen der grenzüberschreitenden Handelsvorschriften zurückzuführen ist, darunter steigende Steuern, Versandkosten und Verwaltungsaufwand. Im Jahr 2021 sank der Umsatz des grenzüberschreitenden Handels im Vereinigten Königreich um 12%, was zu einem Verlust von ca. 29 Milliarden Euro führte.

 

Screenshot of cbccommerce.eu featuring a chart of the report’s main findings

Screenshot von cbccommerce.eu mit einer Grafik der wichtigsten Ergebnisse des Berichts

 

 

Die besten Länder für e-Commerce in Europa im Jahr 2020

Im dritten Bericht, der Daten aus dem Jahr 2020 analysiert, wurde die folgende Auflistung veröffentlicht:

 

  1. Luxemburg
  2. Irland
  3. Österreich
  4. Vereinigtes Königreich
  5. Dänemark
  6. Schweiz
  7. Belgien
  8. Norwegen
  9. Schweden
  10. Deutschland
  11. Spanien
  12. Italien
  13. Frankreich
  14. Finnland
  15. Portugal
  16. Niederlande

Wie Sie sehen können, haben Dänemark, Belgien, Schweden, Deutschland, Italien, Frankreich, Finnland und Portugal in der Rangliste zugelegt, während Luxemburg, Irland, Österreich, die Schweiz, Norwegen, Spanien und die Niederlande ihre Positionen im Jahr 2021 gehalten haben.

 

 

Die beliebtesten Produkte

Sowohl die CBCommerce-Studie als auch eine weitere Umfrage von Statista aus dem Jahr 2024 zeigen, dass die beliebtesten Produktkategorien für den grenzüberschreitenden Handel Bekleidung, Schuhe, Sportartikel und andere Arten von Accessoires sowie Unterhaltungselektronik sind.

 

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Die Preise können sich von Land zu Land erheblich unterscheiden, oft so sehr, dass es günstiger ist, im Ausland einzukaufen, selbst wenn man die zusätzlichen Kosten für Versand und Steuern (bei Einkäufen außerhalb der EU) mit einberechnet. Außerdem sind manche Produkte in einem Land möglicherweise nicht erhältlich, während sie im Nachbarland weit verbreitet sind.

 

Und zu allem Überfluss ist einigen Kunden möglicherweise gar nicht bewusst, dass sie in einem anderen Land einkaufen. Internationale TLDs wie .com oder .shop geben keinen Hinweis auf das Herkunftsland, und wenn keine hohen Versandkosten oder Steuern anfallen, gibt es für den Kunden keinen Hinweis auf den Standort des Verkäufers.

 

 

Führende grenzüberschreitende Marktplätze und Webshops

Neben Ländern bewertet CBCommerce auch Online-Marktplätze hinsichtlich ihrer grenzüberschreitenden Leistungsfähigkeit.

 

Daten für 2025

Der siebte Jahresbericht der Organisation über die leistungsstärksten Marktplätze bewertet den europäischen Markt für grenzüberschreitenden Einzelhandel mit 275,6 Milliarden Euro.

 

Mit einem grenzüberschreitenden Umsatz von 5,2 Milliarden Euro bleibt IKEA der führende Marktplatz, dicht gefolgt von Zalando und H&M. Lego, Zara, Jysk, Lidl, Decathlon, Adidas und Notino bilden den Rest der Top 10.

 

Drei in Deutschland registrierte Online-Marktplätze schneiden im grenzüberschreitenden Handel sehr gut ab: Zalando liegt ganz oben auf der Liste, gefolgt von Lidl und Adidas.

 

Während Zalando eine beliebte Online-Plattform für Mode und Accessoires ist, mag das Auftauchen von Lidl auf der Liste für einige hochgezogene Augenbrauen sorgen. Kein Wunder, denn genau wie Walmart in den USA ist Lidl eher für seine physischen Lebensmittelgeschäfte in ganz Europa bekannt. Allerdings betreibt Lidl auch einen erfolgreichen Online Marktplatz, auf dem Produkte aus einer breiten Palette von Kategorien verkauft werden, darunter Mode, Elektronik, Spielzeug, Möbel, Werkzeuge und Maschinen und vieles mehr.

 

 

Screenshot der Homepage von lidl.de

Screenshot der Homepage von lidl.de

 

 

Es dürfte jedoch niemanden überraschen, dass Adidas in der Liste auftaucht. Obwohl das Unternehmen großen Wert darauf legt, seine Produkte in physischen Geschäften zu verkaufen, werden 20% aller Adidas-Produkte in 67 Ländern der Welt online verkauft. Der deutsche Sportbekleidungsriese ist der größte Hersteller dieser Branche in Europa. Auf globaler Ebene steht er an zweiter Stelle hinter Nike.

 

Daten für 2024

Im Sommer 2024 veröffentlichte CBCommerce seinen sechsten Jahresbericht über die leistungsstärksten Marktplätze mit dem Titel „Top 500 B2C Cross-Border Retail Europe”.

 

Der Bericht weist darauf hin, dass der europäische Markt für grenzüberschreitenden Einzelhandel einen Jahreswert von 237 Milliarden Euro erreicht hat, was einem Anstieg von 32% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Warenumsatz hingegen wird auf 741 Milliarden Euro geschätzt, was einem Anstieg von 13% entspricht.

 

Aufgrund von Faktoren wie der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Marktplätze wie SHEIN und Temu schrumpfte der tatsächliche GMV des europäischen grenzüberschreitenden Handels jedoch um 18 % und sank damit auf 50 Milliarden Euro.

 

Die Rangliste der Top-10-Marktplätze hat sich von 2024 bis 2025 nicht verändert. Zusammen sind diese Marktplätze für 19 % aller Verkäufe der Top-500-Unternehmen verantwortlich.

 

  

Bemerkenswerte Marktplätze in Europa

Mehrere interessante Online Plattformen haben es auf die Liste geschafft. Dänemarks erstplatzierter Online Marktplatz ist beispielsweise Lego.com. Neben den bekannten Bauklötzen und -sets finden Käufer auf diesem Marktplatz auch Online-Spiele, Anleitungen und viele weitere Informationen rund um Lego.

 

Decathlon.fr ist eine der beliebtesten e-Commerce-Seiten in Frankreich. Die Besucher des Portals können den gesamten Bestand des Sportartikelherstellers durchstöbern und sogar die letzten Artikel verschiedener Kollektionen ergattern, die in den Geschäften nicht mehr erhältlich sind.

 

Erfahren Sie mehr über andere interessante Marktplätze in Europa!

 

Schließlich ist Nespresso.com von Nestlé ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für unerwartet beliebte Online-Shops. In der Schweiz ansässig, können Käufer von Nespresso Kaffeekapseln, Maschinen und diverses Zubehör wie Tassen, Pralinen und viele andere Nespresso-Produkte über den Shop bestellen.

 

 

Screenshot der Homepage von nespresso.com

Screenshot der Homepage von nespresso.com

 

 

Probleme mit dem grenzüberschreitenden Handel

Während die Vorteile des grenzüberschreitenden Handels sowohl für die Verbraucher als auch für die Markenhersteller auf der Hand liegen (einfacher Zugang zu einem größeren Warenangebot/besseren Preisen bzw. einem größeren Markt), gibt es auch erhebliche Gefahren.

 

Für die Verbraucher geht es dabei vor allem um die Schnelligkeit und Sicherheit der Lieferung sowie um beschädigte Waren und ein kompliziertes Rückgabeverfahren. Diese Probleme sind sicherlich ärgerlich, aber bei weitem nicht so verheerend wie die Probleme, die der grenzüberschreitende Handel für Marken mit sich bringen kann.

 

Nämlich die Graumärkte.

 

 

Marken gegen Graumärkte

Von einem Graumarkt spricht man, wenn die Originalprodukte Ihrer Marke außerhalb Ihres autorisierten Vertriebskanals verkauft werden. Dies kann aus vielen Gründen geschehen, z. B. wenn ein Lieferant Ihre Produkte (oder Produktteile) an nicht autorisierte Parteien verkauft, ein Händler sie auf einem Marktplatz verkauft, der nicht von Ihnen genehmigt wurde, oder sogar in einem Land, in dem er nicht verkaufen darf.

 

Erfahren Sie alles über Graumärkte

 

Ein Graumarkt hat zwar keine negativen Auswirkungen auf die Verbraucher, aber das gilt nicht für Ihre Marke.

 

Graumärkte schaffen einen unlauteren Wettbewerb für Ihre Marke (stellen Sie sich vor, Ihre Produkte konkurrieren in einem unkontrollierten Umfeld mit sich selbst), untergraben Ihre sorgfältig erarbeiteten Preisstrukturen und zerstören viel hart erarbeitetes Vertrauen in Ihr Vertriebsnetz.

 

Leider kann der grenzüberschreitende Handel zur Entstehung von Graumärkten beitragen. Verkäufer, die Sie für ein Land zugelassen haben, könnten beispielsweise versucht sein, Ihre Produkte auch auf einem anderen Markt anzubieten, insbesondere wenn der Verbraucherpreis in diesem Land höher ist als in ihrem eigenen. Auf diese Weise könnten sie aufgrund des Graumarkt-Wettbewerbs, den sie Ihren autorisierten Verkäufern auf dem anderen Markt bieten, ein zusätzliches Einkommen erzielen.

 

Aufgrund der ständig wachsenden Zahl globaler Online Marktplätze und Webshops entstehen solche Graumärkte in kurzer Zeit und können so lange unbemerkt operieren, wie Sie es zulassen, und dabei Ihr Vertriebsnetz und Ihren Gewinn schädigen.

 

Glücklicherweise muss die Geschichte hier nicht enden.

 

 

Online Markenschutz vs. Graumärkte

globaleyez verfügt über 17 Jahre Erfahrung in der Erkennung und Beseitigung von Graumärkten. Darüber hinaus sind unsere Dienstleistungen auf die individuellen Bedürfnisse jedes unserer Kunden zugeschnitten, um sicherzustellen, dass wir jedes Problem, mit dem Ihre Marke konfrontiert werden könnte, auf die effektivste Weise behandeln.

 

Im Rahmen unseres Marktplatz Monitorings überprüfen wir zum Beispiel über 150 Online Marktplätze weltweit auf Angebote für Ihre Produkte. Dank ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und unserer leistungsstarken Software-Tools erkennen unsere Online Markenschutzexperten, welche Angebote für Ihre Marken problematisch sein könnten (einschließlich Graumärkte und Produktfälschungen) und empfehlen weitere Maßnahmen.

 

Wenn wir weitere Informationen über Produkte, Verkäufer und/oder gerichtsverwertbare Beweise über deren Aktivitäten benötigen, ist ein Testkauf der beste Weg. Wir können physische und digitale Produkte sowohl online als auch offline in 50 Ländern auf der ganzen Welt kaufen und so sicherstellen, dass wir so viel wie möglich über die Verkäufer und den Ursprung der Produkte wissen.

 

Wenn Sie erfahren möchten, ob Ihre Geschäftspartner ihre Verträge einhalten (z. B. ob sie Ihre Produkte außerhalb der von Ihnen genehmigten Vertriebskanäle verkaufen), empfehlen wir Ihnen unseren Partner Compliance Service. Mit einer einzigartigen Kombination aus manueller und softwaregestützter Recherche finden wir heraus, wie Ihre Geschäftspartner Ihre Marke repräsentieren und ob sie zu Problemen auf dem Graumarkt beitragen, mit denen Sie konfrontiert sind.

 

Und wenn alles darauf hindeutet, dass es sich bei einem Produktangebot um einen Graumarktartikel handelt (oder Ihre Rechte an geistigem Eigentum auf andere Weise verletzt werden), setzen wir Ihre Rechte durch und sorgen dafür, dass das beanstandete Angebot zeitnah vom Marktplatz oder Webshop entfernt wird.

 

 

Fazit

Der grenzüberschreitende Handel sowohl in Europa als auch weltweit bietet große Chancen für Marken. Nutzen Sie diese, ohne unter den Nachteilen zu leiden, die Graumärkte mit sich bringen!

 

Kontaktieren Sie uns noch heute und finden Sie heraus, wie wir gemeinsam gegen Graumärkte vorgehen können.

 

 

 

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