04.08.2026 | globaleyez

 

Wie deutsche Verbraucher online einkaufen

 


Highlights

 

  • Unternehmen müssen sich deutlich von der Masse abheben, um im hart umkämpften deutschen E-Commerce-Sektor bestehen zu können
  • Verbraucher legen Wert auf Vertrauen, Transparenz, Umweltbewusstsein und wettbewerbsfähige Preise
  • Durch aktives Online Monitoring können Unternehmen ihre IP-Rechte in Deutschland schützen

 

 

Mit einem BIP von 4.470 Milliarden Euro ist Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas und nach den USA und China die drittgrößte der Welt. Auf die Industrie entfallen rund 26 % der gesamten Wirtschaftsleistung, während der Dienstleistungssektor mit 70 % den größten Anteil ausmacht.

 

Angesichts solcher Zahlen ist es kein Wunder, dass der deutsche E-Commerce eine wichtige Rolle spielt.

 

 

Die digitale Landschaft Deutschlands

Deutschland hat derzeit 83,6 Millionen Einwohner und ist damit das bevölkerungsreichste Land der EU.

 

Die Internetdurchdringung liegt bei 93,5 %, während 77,1 % der Einwohner über Social-Media-Konten verfügen. Die Zahl der registrierten Mobilfunkanschlüsse beläuft sich auf 110 Millionen, was 131 % der Bevölkerung entspricht. Diese Zahl zeigt, dass manche Menschen mehr als ein Mobiltelefon besitzen, und sie umfasst alle Dienste (z. B. auch reine SMS- oder Telefonie-Tarife), nicht nur Smartphones mit Internetzugang.

 

 

Illustration of a young woman using her cell phone in front of the Brandenburg Gate in Berlin

Illustration einer jungen Frau, die vor dem Brandenburger Tor in Berlin ihr Smartphone benutzt

 

 

Der deutsche E-Commerce-Markt wird derzeit auf 113,95 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2031 ein Volumen von 159,26 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 6,93 % entspricht.

 

Rund 62 Millionen Menschen, also 85 % der Bevölkerung, kaufen online ein und geben dabei jährlich etwa 2.088 Euro für E-Commerce-Einkäufe aus. Zudem kaufen 42 % der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche online. Jeder dritte Verbraucher tätigt sogar grenzüberschreitende Online-Einkäufe und kauft Produkte von Anbietern aus einem anderen EU-Land. Betrachtet man die unter 49-Jährigen, steigt dieser Anteil auf zwei von drei.

 

| Deutsche Online-Käufer geben jährlich rund 2.088 € für Einkäufe aus

 

"Mobile-First"-Commerce ist einer der wichtigsten Trends, die derzeit in Deutschland zu beobachten sind. 63,17 % der Verbraucher greifen beim Online-Shopping zu ihrem Smartphone, was einem jährlichen Wachstum von 7,01 % entspricht – etwas mehr als das allgemeine Wachstum des deutschen E-Commerce. Das bedeutet, dass Marken und Verkäufer ihre Webshops auch für Smartphones optimieren und einen reibungslosen Übergang zwischen den digitalen Zugangspunkten gewährleisten müssen.

 

 

Kaufverhalten deutscher Verbraucher

Auf dem deutschen E-Commerce-Markt sind mehrere große Plattformen vertreten, was zu starkem Wettbewerb führt. Die beiden größten Akteure sind derzeit Amazon.de und eBay.de, die deutschen Ableger der bekannten globalen Marktplätze.

 

 

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Mit Zeitstempel versehener Screenshot der amazon.de-Startseite, aufgenommen mit unserer Google-Chrome-Erweiterung screenseal

 

 

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Doch trotz des Erfolgs internationaler Namen dürfen auch die deutschen Plattformen nicht außer Acht gelassen werden. Der aus einem Versandkatalog hervorgegangene Online-Marktplatz Otto.de belegt im Gesamtranking den dritten Platz, während der Hybrid-Anbieter Kaufland und der modebezogene Anbieter Zalando ebenfalls wichtige Akteure im deutschen E-Commerce sind.

 

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Da "Quick Commerce" im Land immer beliebter wird, haben auch kleinere Marktplätze die Chance, sich zu profilieren. Eine beliebte deutsche Plattform ist beispielsweise "Hood", ein Marktplatz, der deutsche kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in den E-Commerce unterstützt.

 

Derzeit gehören Kleidung und Mode zu den in Deutschland am häufigsten online gekauften Produkten, gefolgt von Schuhen, Büchern, Spielen, Schönheits- und Gesundheitsprodukten, Elektronik, Haushaltsgeräten, Möbeln und Einrichtungsgegenständen sowie Garten- und Heimwerkerbedarf.

 

Bei Kaufentscheidungen legen deutsche Verbraucher mehr Wert auf Vertrauen, Transparenz und Zuverlässigkeit als auf andere Kriterien. Online-Käufer werden oft durch versteckte Kosten im Warenkorb, unklare Versand- und Rückgabebedingungen sowie eine große Anzahl verdächtig positiver Bewertungen abgeschreckt. Auch der Preis ist ein wichtiger Faktor, weshalb Verbraucher häufig Preisvergleichsseiten aufrufen, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden.

 

Im Einklang mit globalen Trends legen deutsche Verbraucher zunehmend Wert auf klimabewusstes Verhalten. Aus diesem Grund sind auch der Second-Hand-Handel und der Recommerce auf dem Vormarsch.

 

 

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Die besten Marketingstrategien für den deutschen Markt

Neben den bereits erwähnten Aspekten wie Vertrauensbildung, Preisbewusstsein, Transparenz und Re-Commerce gibt es noch einige weitere Anhaltspunkte, die Ihnen dabei helfen können, eine erfolgreiche Marketingstrategie für Ihre deutschen Kunden zu entwickeln.

 

39,6 % der Bevölkerung sind über 55 Jahre alt. Diese beträchtliche Verbrauchergruppe ist fast ebenso kauffreudig wie jüngere Generationen, was bedeutet, dass Marketingfachleute unbedingt auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingehen sollten, um diese Gruppe als Kunden zu gewinnen.

 

 

Illustration of a consumer from an older generation typing her credit card data into her computer

Illustration einer Verbraucherin der älteren Generation, die ihre Kreditkartendaten in ihren Computer eingibt

 

 

Dazu gehört auch, dass Sie Ihre digitalen Inhalte so barrierefrei wie möglich gestalten – zum Beispiel mit einer benutzerfreundlichen und logischen Navigation, einer anpassbaren Textgröße, screenreaderfreundlichen Inhalten.

 

Angesichts der schieren Anzahl aktiver Social-Media-Konten ist Social Commerce ein wichtiges Segment des deutschen E-Commerce. Wenn Sie sich für dieses Geschäftsfeld entscheiden, achten Sie darauf, Ihre Authentizität und Ihr Markenimage zu wahren. Seien Sie bei der Auswahl Ihrer Content-Ersteller gewissenhaft und arbeiten Sie nur mit Influencern zusammen, die zum Ruf Ihrer Marke passen.

 

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Deutsche Verbraucher nutzen zunehmend Google Maps und andere lokale Verzeichnisse, um Unternehmen zu finden. Daher kann die Eintragung der grundlegenden Daten Ihres Unternehmens in diese Datenbanken sowie in Google Maps dazu beitragen, Ihren Kundenstamm zu vergrößern und Ihren Multi- oder Omnichannel-Ansatz zu stärken.

 

 

Markenschutz in Deutschland

Wenn Sie den Einstieg in den deutschen Markt planen, ist es wichtig, Ihre Marken und Urheberrechte in Deutschland eintragen zu lassen. Damit schaffen Sie die beste Grundlage für den Schutz Ihres wertvollen geistigen Eigentums.

 

Eine Eintragung allein bietet jedoch keinen aktiven Schutz und keine Überwachung zur Aufdeckung potenzieller Verletzungsfälle. Hierfür benötigen Sie ein gezieltes Online Markenschutzprogramm.

 

Als in Deutschland ansässiges Unternehmen, bieten wir von globaleyez umfassende und maßgeschneiderte Markenschutz Services für große und kleine Unternehmen. Unser Online Monitoring erkennt potenziell rechtsverletzende Inhalte wie Produktangebote, Bilder, Anzeigen, Social-Media-Beiträge, Domainnamen und sogar Apps. Das Monitoring ist für die Aufdeckung von Rechtsverletzungen unerlässlich, da Betrüger ohne es ungehindert IP-Rechte verletzen, Einnahmen schmälern und den Ruf einer Marke schädigen können. Anschließend können wir die rechtsverletzenden Inhalte aus dem Internet entfernen.

 

Für Hintergrund-Informationen zu einem Verkäufer oder einem bestimmten Produktangebot führen wir anonyme Testkäufe durch, die entscheidende Einblicke in die Identität eines Anbieters und die Herkunft eines Produkts liefern.

 

Gerade durch vermehrt beliebte grenzüberschreitende Einkäufe können Graumärkte in Deutschland zu einem Problem für Unternehmen werden. Gaumärkte entstehen, wenn Originalprodukte von nicht lizenzierten Verkäufern oder auf nicht autorisierten Marktplätzen angeboten werden. Da Graumarktprodukte in der Regel auf weniger einkommensstarken Märkten günstiger beschafft und im Zielmarkt günstiger angeboten werden können als die autorisierten Produkte, sind sie besonders schädlich für Preisstrukturen und Vertriebsnetz.

 

 

Fazit

Deutschland wird oft als Motor der EU-Wirtschaft bezeichnet. Auch wenn der Markt hart umkämpft ist, kann der Erfolg im deutschen E-Commerce Ihrem Unternehmen einen enormen Schub verleihen.

 

Kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns gemeinsam ein umfassendes Markenschutzprogramm aufsetzen, um die geistigen Eigentumsrechte Ihres Unternehmens in Deutschland und weltweit zu sichern.